von Dirk Münker und Liviu Dragan
Liebe
Leser,
m August 2010 hatte ich endlich auch noch mal die
Gelegenheit, mir für eine Woche vor Ort in Rumänien
einen eigenen Eindruck von der Arbeit zu machen und
dabei noch die Gastfreundschaft von Liviu und seiner
Familie zu genießen. Doch lest bitte selber Auszüge
aus Livius letztem Rundbrief.
Herzliche Grüße, Dirk Münker
Liebe Freunde,
für die treue, langjährige Unterstützung möchten wir
Euch wieder besonders danken. Ohne Eure Hilfe hätten
wir auch in diesem Jahr wenig schaffen können. Ein
großes Dankeschön dafür! Ähnlich wie in den letzten
15 Jahren stand auch 2010 die Ausbildung der Kinder
und Jugendlichen an erster Stelle.
Wir unterstützten die Kinder bei den Hausaufgaben
und bei besonderen Projekten in der Schule. Ab und
zu muss man auch mit intensivem Nachhilfeunterricht
rechnen. (....)Im Tätigkeitsbereich des Heimes
Holban haben wir die Möglichkeit, seit Anfang des
Jahres verschiedene Tätigkeiten mit den Kindern und
Jugendlichen zu organisieren, hauptsächlich
Computer- und Musikunterricht. Weiterhin vermitteln
wir die Teilnahme der Kinder an Freizeitkursen wie:
Tanzunterricht, Sport, Englischunterricht und
Handarbeit Weitere Förderungsmaßnahmen sind
berufsspezifische Umschulungskurse, um die
Berufschancen der Jugendlichen zu erhöhen und
Stipendien. (....) Die Freundschaftsbeziehungen
wurden intensiviert. Spiel und Sport, Ausflüge und
Besichtigungen haben zu schönen Erinnerungen
beigetragen. Auch die Freizeitaktivitäten die wir
auf dem Gelände in Valea Lupului (neben Iasi)
organisiert haben, waren unter den Favoriten der
Kinder. Wir spielten öfters Volleyball und Fußball,
organisierten Gemeinschaftsspiele für Groß und
Klein, Geburtstage wurden gefeiert und wir hatten
alle zusammen eine super Zeit. (....)
Kinderheim Holban.
Eine große Türe öffnete sich für uns in diesem Jahr
im Kinderheim Holban. Dank dafür gilt insbesondere
dem Direktor des Heimes. Er sah den positiven Effekt
unseres Engagement und stellte uns einen
großen Betätigungsraum frei zur Verfügung. Die große
Anzahl von 265 Kindern und Jugendlichen und die
Vielfalt von meist täglichen Herausforderungen,
erschwert jedoch nicht nur die Arbeit des Personals,
sondern auch die Durchführung unserer Projekte.
Viele der Kinder, die sich hier befinden, leiden
unter verschiedenen, körperlichen (einige auch
psychischen) Behinderungen. Einige von Ihnen sind
von Ihren Familien (deshalb) vernachlässigt oder
sogar komplett verlassen worden. Das führte über die
Jahre zu komplizierten Verhaltensauffälligkeiten, so
daß es mit Einigen fast unmöglich ist eine
Zusammenarbeit/Beziehung aufzubauen und Sie dadurch
in unsere Projekte einzugliedern. (....)
Zusätzlich
zu den Ausbildungs- und Umschulungsaktivitäten, die
wir schon beschrieben haben, entwickelten wir mit
Herbstanfang ein spezielles Programm für 8-10
Insassen - auch auf Anfrage der Heimleitung. Sie
sind verschiedenen Alters und leiden an allerlei
Behinderungen. (....) Wohin in den kommenden Jahren?
In diesem Jahr verließen einige Jugendlichen das
Heim, mit denen wir über die letzten Jahre
gearbeitet haben. Die Zukunftsperspektive einzelner
Fälle liegt im Unsicheren. Ohne eine ernsthafte
Berufsausbildung und ohne eine gesunde
Lebensauffassung, öffnen sich die Türen des
Arbeitsmarktes für die Meisten ganz schwer. Die
Notwendigkeit einer Kontinuität in der Ausbildung
und Fürsorge der nächsten Generation, die im Heim
aufwächst, bleibt genau so dringend wie
vor Jahren. Die finanzielle Unterstützung des
Staates hinsichtlich der Kinderheime, deckt kaum die
tagtäglichen Notwendigkeiten. Wir stellen unser
Vertrauen ganz auf unseren allmächtigen Gott und auf
die Unterstützung unserer treuen Freunde. Wir dürfen
die Hoffnung nicht aufgeben, daß es für die im Heim
aufgewachsenen Jugendlichen trotz Hindernissen, ein
Weg gibt, um im Leben erfüllt zu werden!
e-mail:
liviudragan@gmail.com
website:
www.15plus.net